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Halbjahres-Resümee 2020 – Teil 2

Am 23. März hatten wir das erste Corona Gespräch und uns wurde mitgeteilt, dass unsere Arbeitsstelle für den öffentlichen Verkehr geschlossen bleibt. Mitarbeiter sollten Überstunden absetzen oder Resturlaub nehmen. Alle, die weder das eine, noch das andere hatten, müssten bei geschlossenem Laden putzen und Waren verräumen. Aus meiner Abteilung traf es hier nur mich, da ich ja gerade erst dort angefangen hatte.


Also war ich eine Woche lang in Frühschicht putzen und konnte mich in Ruhe umsehen. Trotzdem war da schon ab und zu ein mulmiges Gefühl dabei, da ich Corona nun erst richtig realisierte. Ich war praktisch den ganzen Tag alleine und fragte mich oft, was ich überhaupt machen sollte, um den Tag rum zu bekommen. Als neue Mitarbeiterin will man sich ja auch von seiner besten Seite zeigen und fleißig umherwuseln. Aber nachdem ich alle Regale aufgeräumt, gewischt, Klebereste entfernt und wieder neu bestückt hatte, gab es oft nicht mehr viel zu machen und ich musste mich irgendwie beschäftigt halten, um wenigstens die vorgegebene Zeit rum zu bekommen. An zwei Tagen durfte ich dann Regale komplett umräumen, nach Vorgabe. Wenigstens etwas, wo klar beschrieben war, was ich zu tun hatte und wie. Und unglaublich akribisch räumte ich die Farbeimer Millimeter genau in die Regale. Das war gefühlt das Einzige, was gerade nach Plan lief. Danach ging es direkt nach Hause. Und meine freien Nachmittage nutzte ich kaum richtig.

Ich hatte mich an eine Serie erinnert, die ich als Jugendliche unglaublich geliebt hatte. ‚THE TRIBE‘ – eine Serie in der es darum ging, das ein Virus die Erwachsenen getötet hatte, die Wirtschaft zusammen brach und die Jugendlichen auf sich allein gestellt waren. Es war nicht so, dass ich das jetzt mit Corona gleichgestellt hätte. Ich konnte mich nur so gut an die ersten Worte der ersten Folge erinnern, als der Präsident in der Serie in den Nachrichten sagt: „Um das Risiko einer Ansteckung zu vermeiden, bleiben sie in ihren Wohnungen und warten auf weitere Instruktion.“
Also machte ich an meinen Nachmittagen und Abenden einen Rewatch der Serie. Und trotzdem beschlich mich immer wieder der Gedanke: „Was ist, wenns das jetzt wirklich war? Zack, Virus, Leben vorbei?“
Und dann wieder diese andere Stimme: „Ach, das geht wieder vorbei. Alles wird gut. Nur keine Panik.“

Die zweite Woche war ich dann Zuhause. Und die Wolke über mir verdickte sich.
Was wird mit meiner neuen Arbeit? Als neue Arbeitsnehmerin ist man auch die Erste die geht, wenn es nichts mehr zutun gibt, oder?
Hochzeitstermine fielen aus. Kann die Hochzeit überhaupt stattfinden? Wie lang kann so ein Lockdown sein?
Ich verbrachte Tage nur auf meinem Sofa. Klopapier hatte ich genug da. Und Fertigfutter. Ich ging nicht mehr raus um frisches Obst zu kaufen. Eben eine Woche eigene Quarantäne. Was ist schon dabei.
Mittags ein Glas Whisky, vielleicht helfen sie die Gedanken zu verscheuchen. Gedanken über den Tod und die Sinnlosigkeit des Lebens. Gedanken die mich früher öfter überrannt und ausgenockt haben, seit meiner Beziehung mit Y. aber wirklich ganz gut die Füße still gehalten hatten.
Dann eben in die Nacht hinein Serien schauen, mit Ravioli oder wie früher mit einer Portion Kellogs.
Okay, das Gewicht ging nicht weiter nach unten. Eher wieder hoch. Aber wieso jetzt stressen, wenn ich gar nicht weiß, ob ich dieses Jahr mein Hochzeitskleid tragen kann?

Auch in Woche 3 ging das so weiter. Obwohl das Wochenende wieder ein kleines Hoch brachte, da Y. ja immer am Wochenende Zuhause ist und sein Rhythmus mich direkt vom Sofa schubste. Erst ab Mitte der Woche 3 musste sich was ändern. Ich hätte diese „freie Zeit“ so gut sinnvoll und kreativ nutzen können… stattdessen war ich wieder wie gefangen in Gedanken.
Da wir die Erlaubnis hatten, als Mitarbeiter private Einkäufe in unserem Baumarkt zu tätigen, machte ich mich dann doch mal wieder menschentauglich und fuhr in die Stadt. Es war sowieso meine Pflicht, mich jeden Mittwoch nach dem Arbeitsplan für die darauffolgende Woche zu erkundigen. Also tat ich das und kam zurück mit einem Kofferraum voller Pflanzen für ein Drittel des Orginalpreises. Und dann machte ich endlich wieder etwas. Ich hübschte den Pavillon frühlingshaft auf und setzte die ersten Pflanzen. Am Wochenende machten wir Feuer im Garten und es fühlte sich endlich wieder gut an und der Tatendrang war zurück. Und das merkten auch meine Nachbarn. Die machten fleißig mit im Garten, obwohl das eigentlich garnicht erlaubt gewesen wäre. Immerhin hielten wir Mindestabstand. Abends tranken wir des öfteren zusammen und redeten soviel wie noch nie miteinander.

Da war es dann aber auch schon wieder vorbei. Am 20. April durften Baumärkte schon wieder öffnen. Was mich tierisch aufregte. Zum einen fand ich es zu früh und diese 800 qm Regel völlig an den Haaren herbei gezogen… zum anderen, und hauptsächlich, ärgerte ich mich über mich selbst, dass ich mich in meine psychischen Probleme gesteigert hatte, anstatt die Zeit Zuhause sinnvoll und kreativ zu nutzen. Ich hätte so viel schaffen und machen können… stattdessen kam mir gerade diese erste Zeit Zuhause dunkel, trist und unendlich lang vor.

Dann ging es direkt los mit dem Stress. Die Menschen überrannten uns die erste Woche nach der Eröffnung regelrecht. Und direkt nach dieser Woche hätte ich mir eine weitere Woche gewünscht, in der ich hätte Zuhause bleiben können und meine schmerzenden Füße kühlen. Und da kamen mir diese Gedanken, die ich im Blogstöckchen meinte:
Eine 3 oder 4 Tage Woche würde mir auch reichen.

Während der April sich gezogen hat wie Gummi, war der Mai wieder vorbei wie im Flug. Nach den ersten 2 stressigen Wochen auf Arbeit pegelte sich alles ein. Ich bekam eine Routine und wusste langsam wo was steht und wie die Tagesabläufe sind. Dadurch wurde alles viel leichter und mittlerweile habe ich erkannt, dass mein neuer Job viel ruhiger ist als mein letzter. Ich beginne langsam, mich wohl zu fühlen und das ich in der Farbenabteilung arbeite, regt meine Kreativität wieder an. Nur in Sachen Hochzeit kamen wir auch im Mai nicht viel weiter. Dafür hatte mein Zukünftiger etwas Neues für sich entdeckt: Verschwörungstheoretien.

Er war von Anfang an gegen die Maskenpflicht und weigerte sich, einen „Maulkorb“ zu tragen. Er rastete oft aus wenn jemand ihn darauf hinwies eine Maske tragen zu müssen und so wurde der Wochenendeinkauf dann von seiner zu meiner Aufgabe.
Da wir politisch aber noch nie ganz auf einem grünen Zweig waren und sich seine Ansichten durch die vielen Verschwörungstheorien verschlimmerten bzw. vielleicht auch in andere Richtungen bewegten, gab es nun auch öfter Streit. Das ging sogar ein paar mal so weit, das ich in Frage stellte, ob ich ihn wirklich heiraten möchte.

Das eskalierte dann und wir sprachen uns irgendwie aus. So das er mich nun mit seinen Ansichten in Ruhe lässt und wir überein gekommen sind, das jeder von uns frei entscheiden darf was er denken und glauben möchte, es der jeweils andere aber akzeptiert und es fern von unserer Beziehung bleibt. Wir liebten uns vor Corona und werden es auch nach Corona tun. Egal ob mit oder ohne Aluhut. Man liebt einen Menschen ja nicht wegen seiner Einstellung sondern wegen des Gesamtpakets und weil eine tiefe Verbindung zueinander besteht.

Und der Monat Juni brachte uns dann eh wieder auf andere Gedanken:
Den hier war er plötzlich, der Hochzeitsstress!!

Halbjahres-Resümee 2020 – Teil 1

„2020 – das Jahr der Veränderung!“
Diese Worte habe ich zum Morgen des 01.01.2020 geschrieben. Ohne zu wissen, WIE VIEL Veränderung es wirklich geben würde.

Spätestens ab Mitte des Jahres 2019 waren meine Gedanken fast schon ständig im Jahr 2020. Nicht nur das ich 2020 meinen 30. Geburtstag feiern würde… ich wusste auch bereits, dass es mich beruflich wieder in neue Gefilde zieht.
Außerdem, und das war wohl der Hauptgrund meiner Aufregung, würde ich den großen Schritt wagen zu heiraten. Und dann war ja noch die Kinderplanung, die im Jahr 2020 begonnen werden sollte.

Mein Jahr 2020 begann auch äußerst positiv. Zum Silvesterabend habe ich mich von einigen Altlasten sowohl materiell als auch gedanklich befreit und wir haben, wenn auch nur kurz, in unserem Garten in das neue Jahr hinein getanzt. Dieser Abend hat es direkt auf einen Zettel in mein Glas für „die schönsten Momente 2020“ geschafft. Ein Glas, welches ich voller Vorfreude auf das Jahr erstellt habe.

Januar 2020 ging es positiv weiter. Ich habe viel gekocht und neue Rezepte ausprobiert. Ich war oft an der frischen Luft, habe meine Wohnung verschönert und die ein oder andere Pflanze mehr in meine Sammlung aufgenommen. Denn seit einiger Zeit habe ich mich immer mehr in eine kleine Pflanzennärrin verwandelt. Was auch nicht schlimm ist, da es etwas ist, was mich sehr glücklich macht. Die Freude, die mir jedes neue Blatt bereitet oder der Stolz, wenn ich wieder eine Pflanze selbst gezogen habe, erfüllen mich in einer Weise, die ich nie für möglich gehalten hätte.

Im Februar 2020 ging mein Hoch weiter. Ich hatte mir einen Smoothie Maker gekauft und plötzlich Kiloweise Obst und Gemüse in den seltsamsten Variationen zu mir genommen. Mir ging es sowohl körperlich wie auch psychisch sehr gut und ich war schlichtweg in meiner kleinen heilen Welt sehr glücklich. Auch die Tatsache, dass sich nun bestätigt hatte, dass ich bei meinem Arbeitgeber nicht bleiben konnte, brachte mich nicht aus der Bahn. Ich hatte mich bereits andersweitig beworben und bekam gleich beim 1. Bewerbungsgespräch eine Zusage.

So feierten wir Anfang März nicht nur den Geburtstag meines Vaters bei gutem Essen im Restaurant, sondern auch gleich noch die neue Stelle mit endlich unbefristetem Arbeitsvertrag und viel kürzerem Fahrtweg. Der Abschied am 18. März war zwar emotional, weil ich meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wirklich ins Herz geschlossenen hatte… aber schon am 19. März wurde ich herzlich und sogar mit Willkommensgeschenk beim neuen Arbeitgeber aufgenommen. Nervös war ich natürlich trotzdem. Aber dann war ich gerade mal 2 Tage „normal“ arbeiten.

In der darauf folgenden Woche traf uns dann der „Lockdown“. Und damit änderte sich doch so einiges, was vermutlich keiner wirklich vermutet hatte…

[To be continued…]

Blogstock – Corona-Fragebogen

Wow. Ich habe seit Eeeewigkeiten mal wieder ein Blog-Stöckchen an den Kopf geworfen bekommen 😀
Vielen Dank an dieser Stelle an die liebe Journey, deren Beitrag ihr hier findet.

Auf einer Skala von 0 (gar nicht) bis 10 (komplett): Wie hat sich Ihr Leben durch die Corona-Pandemie verändert?
4

Arbeiten Sie noch – wenn ja, wo und wie?
Ich arbeite wieder. Zur Anfangszeit des Lockdowns hatte ich mal 4 Wochen Kurzarbeit.
Das war vom 23. März – 19. April 2020.
Die Kurzarbeit war bei uns aber etwas anders geregelt als in vielen Betrieben, bei denen die Mitarbeiter einfach nur Zuhause geblieben sind. Die erste Woche hatten wir zwar geschlossen, aber wir hatten eine normale Frühschichtwoche – in dieser Zeit waren keine Kunden da, aber wir haben sehr viel in unseren Abteilungen geputzt und die Ware, die trotzdem weiter kam, verräumt. In Woche 2 war ich komplett Zuhause, in Woche 3 einen Tag arbeiten zum Ware verräumen und Woche 4 hatte ich dann nochmal ganz frei.

Wie verbringen Sie sonst Ihre Zeit?
In der ersten Woche, die ich tatsächlich Zuhause war, habe ich nur gezockt, Serien geschaut und mich ausgeruht. Da ich kurz vor Corona meinen Arbeitgeber gewechselt habe und die Anfangszeit dort mich etwas überfordert hat, war das auch ganz gut so. Ich konnte endlich mal chillen und runter kommen. Die restlichen beiden Wochen habe ich dann sehr viel in meinem Garten gemacht, wobei mich auch meine Nachbarn unterstützt haben, was ja eigentlich gar nicht erlaubt gewesen wäre. Aber wir haben auch Abends – mit Abstand – zusammen gesessen und geredet und getrunken und es war wirklich eine gute Zeit. Auch in meiner Wohnung habe ich viel neu gestaltet.
Seit dem 20. April hat unser Markt aber wieder normal geöffnet und ich lebe wieder im festen Arbeitsalltag.

Was lesen Sie gerade, welche Filme und Serien schauen Sie, welche Musik hören Sie?
Bücher:
Lese ich aktuell keine, außer einem Hochzeitsplaner der aber eher eine Gedankenstütze zum selbst ausfüllen ist.
Filme: Wir haben die Känguru-Chroniken als Kinofilm bei Amazon Prime geschaut… sonst eigentlich keine.
Serien: Ich habe die Serie „Working Moms“ gesuchtet und einen Rewatch von „The A List“ und „Locke & Key“ gemacht
Musik: Ich habe durch Corona angefangen an den Wochenenden Streams aus den Clubs zu hören, in die ich sonst immer gegangen bin.

Was fehlt Ihnen am meisten?
Ich musste feststellen, dass sich durch die Pandemie gar nicht so viel geändert hat. Ich habe meine Freizeit eh in letzter Zeit nur noch mit meinem Liebsten Zuhause oder im Garten verbracht. Es gab praktisch nichts, was mir wirklich gefehlt hat. Nur das ich nicht über die tschechische Grenze kann, um mir meinen Alkohol günstig zu kaufen, nervt tierisch und geht ins Geld. In Deutschland zahl ich für kleinere Flaschen viel mehr…

Was fehlt gar nicht?
Menschen, die einen auf die Pelle rücken – Mindestabstand kann gern beibehalten werden!

Was ist das Absurdeste, was Ihnen seit Ausbruch der Pandemie passiert ist?
Ein Mann, der ausgerastet ist, weil er von der Security angehalten wurde, eine Maske aufzusetzen und einen Einkaufswagen zu nutzen.

Haben Sie Angst vor einer Ansteckung?
Nennt mich naiv, aber ich hatte eigentlich überhaupt keine Angst… Man kann auch täglich an anderen Dingen erkranken oder bei einem Autounfall sterben.
Nur habe ich den Sicherheitsabstand gewahrt, um nicht unwissentlich vielleicht andere anzustecken.

Wie schützen Sie sich?
Ich habe gesünder ernährt und Abstand gehalten. Das aber auch nur zu der Zeit als ich noch Zuhause war. Mittlerweile, wo ich wieder in einem Betrieb mit täglich 1000 Kunden arbeite, treffe ich mich auch wieder mit Freunden.

Wie oft gehen Sie aus dem Haus – und wohin?
5 Tage die Woche arbeiten … ansonsten eben einkaufen, in den Garten und seit dieser Woche auch wieder am Wochenende in Bars oder zu Freunden.

In welchen Momenten fühlen Sie sich einsam?
Gar nicht… ich habe meinen Liebsten und meine Eltern direkt bei mir.

In welchen Momenten wären Sie gerne allein?
Ich bin unter der Woche ja allein, wenn ich nicht gerade auf Arbeit bin. Von daher gibt es nicht wirklich Zeiten, in denen ich mich nach dem Alleinsein sehne…

Haben Sie Vorräte aufgestockt – wenn ja, welche?
Wir haben 1 Packung mehr Toilettenpapier gekauft – aber nur, weil wir relativ viel verbrauchen und Angst hatten, dann doch mal keines mehr zu bekommen. Ansonsten habe ich mir noch ein paar Konserven hinterlegt, da ich sowas noch nie Zuhause hatte… aber das waren auch nur 3 Dosen die ich dann auch direkt wieder gefuttert habe :’D

Hat diese Krise auch gute Seiten – wenn ja, welche?
Ich fand es gut, mal etwas Zeit Zuhause zu haben. Ich hab das wirklich dringend gebraucht und weiß auch, dass ich eigentlich mehr davon bräuchte. Eigentlich wäre mir eine 3 oder 4 Tage-Woche lieber. Aber ich geh ja schon „nur“ 130 Stunden im Monat arbeiten und wir sind auf das Geld angewiesen… daher geht kürzer treten leider einfach (noch) nicht.

Wie halten Sie mit Familie und Freunden Kontakt?
Meine Familie wohnt zum Glück auf einen Fleck, daher gab es da für mich keine Einschränkungen. Mit Freunden schreibe ich einfach über Whatsapp, da hat sich eigentlich auch nicht viel geändert. Seitdem wir wieder auf dem Dorf wohnen, sehe ich meine Freunde sowieso meistens nur 1 mal im Monat, wenn überhaupt…

Was interessiert Sie heute, was Sie früher nicht interessiert hat?
Die Nachrichten.

Was werden Sie als Erstes tun, wenn sämtliche Beschränkungen wieder aufgehoben sind?
Heiraten?!
Das war eine der größten Ängste die ich hatte – das unsere Hochzeit nicht stattfinden kann. Aber ich habe die Hoffnung die ganze Zeit nicht verloren und wir haben den Hochzeitstermin bestehen lassen. Zum aktuellen Zeitpunkt sieht es auch so aus, als könnte alles wie geplant stattfinden.

Wird die Welt nach der Pandemie eine andere sein?
Ja… die Menschen haben sich verändert. Ich habe das Gefühl, das gerade in Deutschland alle noch viel dümmer und engstirniger geworden sind.

Werden Sie ein anderer Mensch sein?
Ich habe das Gefühl, ein wenig geerdeter zu sein. Ich weiß nur nicht, ob das anhält.

Wer soll diesen Fragebogen als Nächstes beantworten?
Jeder, der ihn hier gelesen hat, darf sich den Stock gerne mitnehmen 😉

Jahresrückblick 2019

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?
9

2. Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen… daran sollte ich nächstes Jahr wohl wieder was ändern :’D

3. Haare länger oder kürzer?
Länger

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weitsichtiger

5. Mehr Kohle oder weniger?
Gleich bis ein wenig mehr würde ich sagen…

6. Besseren Job oder schlechteren?
Den Gleichen.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr… wenn man die Wohnung erweitert kommen dann doch ein paar Kosten dazu… xD

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Ich hab den ein oder anderen Wettbewerb bei Gardenscapes gewonnen xD

9. Mehr bewegt oder weniger?
Weniger… auch das will ich 2020 wieder ändern (In Zahlen: 3.437.132 Schritte 2019 / 4.026.029 Schritte 2018)

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
2 glaube ich…

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Die krasse Magen-Darm-Grippe mit Kreislauf bei der ich dachte, ich sterbe

12. Der hirnrissigste Plan?
Nach Hannover zur Jahresfeier zu fahren und nüchtern bleiben zu wollen xD

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Gab es dieses Jahr nicht… ich bin wohl langweilig geworden :’D

14. Die teuerste Anschaffung?
Unser neuer Herd… man gibt ja sonst nie mal so 1000 Euro aus… aber hey, ich muss mich nicht mehr bücken und er hat Selbstreinigung

15. Das leckerste Essen?
Vegane Burger *-*

16. Das beeindruckendste Buch?
Nicht direkt beeindruckend, aber Vampire Academy Reihe hat es mir ein weiteres mal angetan. Für mich die beste Vampirreihe überhaupt. Das reißt mich so mit, dass ich mitlachen & mitweinen kann

17. Der ergreifendste Film?
War dieses Jahr nicht wirklich viel dabei… „Nur ein kleiner Gefallen“ fand ich allerdings so gut, dass ich ihn gleich dreimal gesehen habe.

18. Die beste CD?

19. Das schönste Konzert?
Unzucht zum Darkstorm 2019

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Meinem Mann

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Meinem Mann

22. 2019 zum ersten Mal getan?
– einen Pavillon aus Holz gebaut (der jetzt auch Stürme überlebt)
– eine Katzenleiter gebaut
– ein Beet angelegt
– Journey im Schwarzwald besucht
– Pflanzenableger gemacht und mir einen kleinen Zuhause-Jungle gestaltet
– einen Esszimmertisch und mehrere Regale gebeizt
– viel DIY gebastelt… zB. goldene Pflanztöpfe
– angefangen, eine Hochzeit zu planen

23. 2019 nach langer Zeit wieder getan?
– die halbe Wohnung umgeräumt
– Urlaub gemacht
– im Meer gebadet
– Kinderplanung

24. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– die Magen-Darm-Grippe
– einige Ereignisse zur Jahresfeier in Hannover
– die dummen Sprüche einiger Mitmenschen zum Thema abnehmen

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das er ein Drogenproblem hat

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das ich den Heiratsantrag angenommen habe

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mein Verlobungsring

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Ich kann mir das Leben mit jemand anderen nicht mehr vorstellen.“

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Tja keine Ahnung…

30. Dein Wort des Jahres?
Schwanger

31. Dein Unwort des Jahres?
Schwanger

32. Dein Liebglingsblog des Jahres?
Journeys Blog… er war der einzige, den ich dieses Jahr gelesen habe

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchen vom vorigen Jahr!
Jahresrückblick 2018

Betrunken sein

Dieser Zustand betrunken zu sein ist irgendwie völlig faszinierend… aber auch beängstigend.
Ich habe das Gefühl, viel selbstsicherer zu sein… alles sagen zu können, was mir durch den Kopf geht, ohne darüber nachzudenken, welche Konsequenzen dies mit sich ziehen könnte.
Die Worte fallen ohne Hemmungen und ich bin viel aufgeschlossener.

Ich knüpfe Kontakte mit Menschen, die ich nüchtern nie angesprochen hätte.

Aber ist das nun gut oder schlecht?
Jede Emotion fühlt sich so viel intensiver an. Jede kleine Berührung kann ausarten zu einem Feuer an Gefühlen. Aber auch jeder schlechte Gedanke kann dazu führen, dass ich mich tief depressiv fühle oder meine Faust gegen eine Wand schlage.

Bin ich also mehr oder weniger ich, wenn ich getrunken habe?

Manchmal muss man wohl einsehen, dass nicht jedes Kapitel gut enden kann.

Sonst wäre das Buch vielleicht vorhersehbar… oder gar langweilig.

Es ist nicht alles nur schwarz oder weiß

Ich finde Greta Thunberg gut.
Auch wenn ich es nicht immer selbst schaffe, komplett auf Plastik zu verzichten oder auf Demos zu gehen, versuche ich, mich zu bessern und ein Stück weiter in die grüne Richtung zu gehen.
Nie würde ich darauf kommen, deshalb dieses Mädchen anzufeinden oder ihre Überzeugungen in den Dreck zu ziehen.

Ich bin keine Veganerin und möchte auch nicht komplett vegan leben.
Trotzdem ersetze ich gern Mahlzeiten durch vegetarische oder vegane Alternativen und versuche, meinen Fleischkonsum einzuschränken.
Ich habe Respekt vor Veganern und kann nichts schlechtes an ihrem Lebenstil finden.

Ich verstehe nicht, wieso es so viele Menschen gibt, die sofort schwarz sehen und sich dagegen stemmen, wenn Veränderung aufkommt. Als hätte man plötzlich das Bedürfnis, sich rechtfertigen zu müssen oder die Angst davor, etwas weggenommen zu bekommen.
Diese Engstirnigkeit macht mich traurig. Es gibt nicht immer nur schwarz oder weiß.

Zwischen Höhenflug und Abwärtsspirale
Immer exzessiv in einem Tief
Abhebend ins nächste Hoch
Nie beständig

Und immer die Frage:
Geht es mir besser, wenn es mir schlecht geht?

Titten!

Da ich jetzt eure volle Aufmerksamkeit habe… reden wir über Politik.

Nein. Ich möchte tatsächlich über das Thema Brüste bloggen. Meine Brüste. Holt schon mal das Popcorn raus. … weiterlesen?!

Hallo, da bist du ja wieder.

Wir haben uns jetzt lange nicht gesprochen. Du hattest dich still verhalten die ganze Zeit. Wie jemand, dessen Lebensweg sich in eine andere Richtung bewegt hat.
Ich wusste, dass du die ganze Zeit da warst. Aber deine Anwesenheit war nicht mehr präsent genug in meinem Leben.
Und jetzt seh ich dich wieder und -Bumm-, nichts überstrahlt dein Sein.
Ich weiß nicht, ob ich dich grüßend in den Arm nehmen soll, oder schreiend davon laufen.
Mein Herz rast, mein Puls überschlägt sich und mir wird heiß und kalt zugleich.
Und glasklar klingt deine Stimme in meinem Kopf.
„Ich bin zurück.“

Geschützt: Zwischen Sucht und Eifersucht

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Spiegelbild

Du siehst mich im Spiegel und denkst das bin ich.
Du denkst mich zu erkennen.
An den blauen Augen, den rosa Lippen, dem rundlichen Gesicht.
Du denkst, ich bin die, die ich immer war.

Doch was du siehst, ist eine Oberfläche.
Ein Trugbild, das jederzeit geändert werden kann.
Braune Haare, rote, oder doch blaue?
Schwarzer Lippenstift und die Welt bildet sich ein neues Urteil.
Du auch?
Oder erkennst du mich anders?
Tiefer… am Blick meiner Augen, meinem Geruch, meiner Wärme.
Siehst du in mir mehr, als mein Äußeres?
Oder merkst du nur die kalte Oberfläche.
Denn letztendlich bin ich Nichts.
Nichts anderes, als dein Spiegelbild.

Jedem was er mag

Ich brauche kein Crystal,
kein LSD,
kein Speed,
kein Hyaluron
und auch kein Botox.
Ich brauche keine Zigaretten,
und Whisky trink ich gern,
aber brauchen tu ich ihn nicht.
Ich brauche auch sonst nicht mehr viel,
hab ich gemerkt.
Keine Berge Kleidung,
keine 300 Bücher.
Keine Alexa.

Aber mein Handy, dass Fotos macht.
Und davon viele.
Ich mag Selfies, Orte, Essen.
Ich mag gern alles, jede Erinnerung.
Sei sie auch noch so klein.
Einfach nur als Foto.
Damit ich denke, dass was bleibt.
Wird es nicht.
Nicht auf ewig.
Aber mir bleibt es.
Für jetzt.
Mich macht es glücklich.
Und ich werd seltsam dafür angeguckt –
aber das ist mir egal.

Silvester

Eine Sache, die ich eigentlich zu meinen Zielen für 2019 zählen wollte, ist eine etwas kompliziertere Geschichte.

Wer mich noch von früher kennt, weiß, dass ich nie nein sagen konnte. Ich konnte auch schon immer schlecht diskutieren oder argumentieren. Nicht, weil es mir an Wissen oder eigener Meinung gefehlt hätte… sondern weil ich schon immer allen alles recht machen wollte.
Meine größte Angst war es, das andere schlecht von mir dachten oder das ich gar jemanden zur Last falle.

Nun… schlecht von mir gedacht haben trotzdem so Einige. Tun sie auch jetzt noch. Man kann es nämlich nicht jedem Recht machen. Und in meiner Entwicklung in den letzten Jahren habe ich Stück für Stück versucht, mir die Meinungen anderer nicht mehr ganz so sehr zu Herzen zu nehmen. Mich auch nicht gleich immer jedes mal angegriffen zu fühlen. Und ich habe sogar ein kleines bisschen Durchsetzungsvermögen bekommen. Ich schaffe es nun, mich zu verteidigen, wenn ich weiß, dass mich jemand ungerecht behandelt. Ich schaffe es, meine Meinung zu sagen und zu vertreten und auch durchaus, mal nein zu sagen, wenn ich zB. an meinem freien Tag plötzlich dann doch auf Arbeit erscheinen soll, obwohl ich etwas vor habe. … weiterlesen?!

2019

Meine Vorsätze der letzten… sagen wir 5 – 10 Jahre sahen eigentlich immer sehr ähnlich aus. Meistens dabei waren die Vorsatz-Lieblinge, die absoluten Klischees:

– weniger essen
– weniger Alkohol trinken
– weniger rauchen
– weniger Geld ausgeben
– weniger faul sein

Auch dieses Jahr sollte das Thema Abnehmen wieder an erster Stelle auf meine Vorsatzliste. Aber ich habe jetzt eine ganze Weile darüber nachgedacht und beschlossen, dass ich meine Vorsätze dieses Jahr überdenken möchte. Nicht nur die Vorsätze an sich, sondern auch die Art, wie ich sie fasse. Ich glaube, das viele thematisieren des Minimalismus hat mich auch dazu gebracht, hier umzudenken. … weiterlesen?!