Blogstock – Corona-Fragebogen

Wow. Ich habe seit Eeeewigkeiten mal wieder ein Blog-Stöckchen an den Kopf geworfen bekommen 😀
Vielen Dank an dieser Stelle an die liebe Journey, deren Beitrag ihr hier findet.

Auf einer Skala von 0 (gar nicht) bis 10 (komplett): Wie hat sich Ihr Leben durch die Corona-Pandemie verändert?
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Arbeiten Sie noch – wenn ja, wo und wie?
Ich arbeite wieder. Zur Anfangszeit des Lockdowns hatte ich mal 4 Wochen Kurzarbeit.
Das war vom 23. März – 19. April 2020.
Die Kurzarbeit war bei uns aber etwas anders geregelt als in vielen Betrieben, bei denen die Mitarbeiter einfach nur Zuhause geblieben sind. Die erste Woche hatten wir zwar geschlossen, aber wir hatten eine normale Frühschichtwoche – in dieser Zeit waren keine Kunden da, aber wir haben sehr viel in unseren Abteilungen geputzt und die Ware, die trotzdem weiter kam, verräumt. In Woche 2 war ich komplett Zuhause, in Woche 3 einen Tag arbeiten zum Ware verräumen und Woche 4 hatte ich dann nochmal ganz frei.

Wie verbringen Sie sonst Ihre Zeit?
In der ersten Woche, die ich tatsächlich Zuhause war, habe ich nur gezockt, Serien geschaut und mich ausgeruht. Da ich kurz vor Corona meinen Arbeitgeber gewechselt habe und die Anfangszeit dort mich etwas überfordert hat, war das auch ganz gut so. Ich konnte endlich mal chillen und runter kommen. Die restlichen beiden Wochen habe ich dann sehr viel in meinem Garten gemacht, wobei mich auch meine Nachbarn unterstützt haben, was ja eigentlich gar nicht erlaubt gewesen wäre. Aber wir haben auch Abends – mit Abstand – zusammen gesessen und geredet und getrunken und es war wirklich eine gute Zeit. Auch in meiner Wohnung habe ich viel neu gestaltet.
Seit dem 20. April hat unser Markt aber wieder normal geöffnet und ich lebe wieder im festen Arbeitsalltag.

Was lesen Sie gerade, welche Filme und Serien schauen Sie, welche Musik hören Sie?
Bücher:
Lese ich aktuell keine, außer einem Hochzeitsplaner der aber eher eine Gedankenstütze zum selbst ausfüllen ist.
Filme: Wir haben die Känguru-Chroniken als Kinofilm bei Amazon Prime geschaut… sonst eigentlich keine.
Serien: Ich habe die Serie „Working Moms“ gesuchtet und einen Rewatch von „The A List“ und „Locke & Key“ gemacht
Musik: Ich habe durch Corona angefangen an den Wochenenden Streams aus den Clubs zu hören, in die ich sonst immer gegangen bin.

Was fehlt Ihnen am meisten?
Ich musste feststellen, dass sich durch die Pandemie gar nicht so viel geändert hat. Ich habe meine Freizeit eh in letzter Zeit nur noch mit meinem Liebsten Zuhause oder im Garten verbracht. Es gab praktisch nichts, was mir wirklich gefehlt hat. Nur das ich nicht über die tschechische Grenze kann, um mir meinen Alkohol günstig zu kaufen, nervt tierisch und geht ins Geld. In Deutschland zahl ich für kleinere Flaschen viel mehr…

Was fehlt gar nicht?
Menschen, die einen auf die Pelle rücken – Mindestabstand kann gern beibehalten werden!

Was ist das Absurdeste, was Ihnen seit Ausbruch der Pandemie passiert ist?
Ein Mann, der ausgerastet ist, weil er von der Security angehalten wurde, eine Maske aufzusetzen und einen Einkaufswagen zu nutzen.

Haben Sie Angst vor einer Ansteckung?
Nennt mich naiv, aber ich hatte eigentlich überhaupt keine Angst… Man kann auch täglich an anderen Dingen erkranken oder bei einem Autounfall sterben.
Nur habe ich den Sicherheitsabstand gewahrt, um nicht unwissentlich vielleicht andere anzustecken.

Wie schützen Sie sich?
Ich habe gesünder ernährt und Abstand gehalten. Das aber auch nur zu der Zeit als ich noch Zuhause war. Mittlerweile, wo ich wieder in einem Betrieb mit täglich 1000 Kunden arbeite, treffe ich mich auch wieder mit Freunden.

Wie oft gehen Sie aus dem Haus – und wohin?
5 Tage die Woche arbeiten … ansonsten eben einkaufen, in den Garten und seit dieser Woche auch wieder am Wochenende in Bars oder zu Freunden.

In welchen Momenten fühlen Sie sich einsam?
Gar nicht… ich habe meinen Liebsten und meine Eltern direkt bei mir.

In welchen Momenten wären Sie gerne allein?
Ich bin unter der Woche ja allein, wenn ich nicht gerade auf Arbeit bin. Von daher gibt es nicht wirklich Zeiten, in denen ich mich nach dem Alleinsein sehne…

Haben Sie Vorräte aufgestockt – wenn ja, welche?
Wir haben 1 Packung mehr Toilettenpapier gekauft – aber nur, weil wir relativ viel verbrauchen und Angst hatten, dann doch mal keines mehr zu bekommen. Ansonsten habe ich mir noch ein paar Konserven hinterlegt, da ich sowas noch nie Zuhause hatte… aber das waren auch nur 3 Dosen die ich dann auch direkt wieder gefuttert habe :’D

Hat diese Krise auch gute Seiten – wenn ja, welche?
Ich fand es gut, mal etwas Zeit Zuhause zu haben. Ich hab das wirklich dringend gebraucht und weiß auch, dass ich eigentlich mehr davon bräuchte. Eigentlich wäre mir eine 3 oder 4 Tage-Woche lieber. Aber ich geh ja schon „nur“ 130 Stunden im Monat arbeiten und wir sind auf das Geld angewiesen… daher geht kürzer treten leider einfach (noch) nicht.

Wie halten Sie mit Familie und Freunden Kontakt?
Meine Familie wohnt zum Glück auf einen Fleck, daher gab es da für mich keine Einschränkungen. Mit Freunden schreibe ich einfach über Whatsapp, da hat sich eigentlich auch nicht viel geändert. Seitdem wir wieder auf dem Dorf wohnen, sehe ich meine Freunde sowieso meistens nur 1 mal im Monat, wenn überhaupt…

Was interessiert Sie heute, was Sie früher nicht interessiert hat?
Die Nachrichten.

Was werden Sie als Erstes tun, wenn sämtliche Beschränkungen wieder aufgehoben sind?
Heiraten?!
Das war eine der größten Ängste die ich hatte – das unsere Hochzeit nicht stattfinden kann. Aber ich habe die Hoffnung die ganze Zeit nicht verloren und wir haben den Hochzeitstermin bestehen lassen. Zum aktuellen Zeitpunkt sieht es auch so aus, als könnte alles wie geplant stattfinden.

Wird die Welt nach der Pandemie eine andere sein?
Ja… die Menschen haben sich verändert. Ich habe das Gefühl, das gerade in Deutschland alle noch viel dümmer und engstirniger geworden sind.

Werden Sie ein anderer Mensch sein?
Ich habe das Gefühl, ein wenig geerdeter zu sein. Ich weiß nur nicht, ob das anhält.

Wer soll diesen Fragebogen als Nächstes beantworten?
Jeder, der ihn hier gelesen hat, darf sich den Stock gerne mitnehmen 😉

Eine Antwort

  1. Cool, dass du es ausgefüllt hast : ) Und freut mich, dass das nicht so negativ bei dir eingeschlagen ist!

    Dass weniger Arbeit einem sehr gut tut, habe ich ja auch gemerkt und ebenso fand es meine beste Freundin ganz gut erst gar nicht und dann weniger im H&M zu arbeiten. Schon krass, wie einem das auf einmal so bewusst wird und man sich dann nicht mehr so wirklich zutraut das noch zu packen…

    Bei der Einschätzung der Menschen, muss ich dir leider bei vielen Recht geben. Einige entwickeln sich echt total positiv, aber andere drehen seit Corona völlig durch. Meine Stadt hat es damit sogar ins Fernsehen geschafft. Da schämt man sich dann so richtig… -.-

    28. Mai 2020 um 08:03

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