Gesundheitlich.

Jetzt habe ich mich doch wieder lange gedrückt, hier etwas zu tippen. Aber nun, the show must go on…

Ich hatte ja erwähnt, dass ich die Ernährungsumstellung wegen körperlichen Problemen abgebrochen habe. Nun, die Probleme kamen nicht mit der Umstellung auf kohlenhydratarme Lebensmittel, sondern waren schon vorher hin und wieder aufgetreten, was ich/wir aber nicht weiter beachteten. Mir war ja so schon immer mal schwindelig.

Zu niedrigen Blutdruck und Kreislaufprobleme hatte ich schon immer, besonders in der Berufschule. Damals war es so, dass mir, wenn ich morgens aufstand, erstmal schwindlig wurde und ich auch oft brechen musste. Außerdem hatte ich immer Kopfschmerzen. Der Arzt verschrieb mir damals ein Blutdruckmittel… Tabletten, die ich 3 mal am Tag einnehmen sollte, was ich auch getan habe. Nur das Problem war: Entweder sie wirkten nicht, oder ich war eine der Personen, die die Nebenwirkungen dieser Tabletten zu spüren bekam. Diese Nebenwirkungen waren laut Beipackzettel ironischerweise: Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen. Und das übliche, Durchfall, Verstopfung, Ausschlag… Ich glaube ich hatte seit dem nie wieder Tabletten mit einer so langen Nebenwirkungen-Liste. Also setze ich sie schnell wieder ab. Nach der Ausbildung hatte ich eigentlich kaum noch Probleme.

Nun, wie gesagt wurde mir schon im vergangenen Jahr immer mal schlecht, schwarz vor Augen, schwindelig. Aber gut, ich hatte auch ziemlich oft starken Alkoholkonsum, hab manchmal fast nichts gegessen… aber es war eigentlich nicht weiter schlimm. Nach Beginn der Ernährungsumstellung hatte ich dann oft mit Unterzuckerung zu kämpfen. Das zeigte sich im Zittern, der Konzentrationsschwäche und Heißhunger auf Süßes. Da das nicht die besten Arbeitsbedingungen waren, gewöhnte ich mir schnell an, wenigstens etwas Süßes zu trinken. Das half dann schon meistens.

Das erste mal wirklich gestört hat es mich, als ich mit Schatz im Fitnesscenter war. Wir hatten eigentlich nur kurz 10 Minuten Aufwärmung auf dem Rad gemacht… dann ging der Trainer mit uns zu den Geräten. Auf dem Weg merkte ich, wie mir heiß und kalt wurde, ich alles verschwommen sah, meine Ohren schrecklich klingelten… Ich hörte die Worte des Trainers nicht mehr und war dann weg.
Ist nicht so, dass ich umgekippt wäre. Dafür war mein Körper wohl zu doof. Ich wurde im Stehen bewusstlos, der Trainer sagte mir im Nachhinein, als er zu mir schaute, waren meine Lippen schon blau. Also reagierte er schnell, legte mich auf die nächste Bank, ließ meinen Schatz meine Beine hoch halten und flößte mir ein Zuckerhaltiges Getränk ein. Er verbot mir erstmal weiter zu trainieren und fragte mich nach meinen Essgewohnheiten aus. Ich erzählte ihm von meiner Ernährungsumstellung. Er sagte, er selbst ernähre sich schon Jahrelang Kohlenhydratarm… aber um ganz sicher zu gehen, sollte ich auf jeden Fall vor den nächsten Trainings etwas reichhaltiges Essen und genügend trinken. Danach frage er mich dann auch zu jeder weiteren Stunde.

Irgendwann begann ich ja dann, zum Blutplasmaspenden zu gehen. Ab da wurde es dann langsam schwierig. Am Anfang ging alles super, obwohl mein Blutdruck immer im unteren Bereich war, aber das ist er ja immer… aber nach ca. 5 Spenden hatte ich dann meistens Probleme. Nach dem Spenden wurde ich blass, beim aufstehen machte mein Kreislauf schlapp. Nach ner viertel Stunde liegen, Traubenzucker und nem Getränk ging es mir dann besser, aber schwach war ich noch länger. Dann hatte ich auch, wenn ich morgens aufstehen musste, meine Probleme. Wenn ich früh zum spenden ging, war der Blutdruck so niedrig, dass sie mich nicht spenden ließen. Mein Blutdruck ab da: 90 zu 60.

Dann waren die Blutwerte nicht mehr gut. Es wurde starker Eisenmangel festgestellt… was bei Frauen während und nach der Menstruation normal ist… bei mir wurde dann aber vor der Menstruation gemessen, und die Werte waren alles andere als gut. Also bekomme ich jetzt bei jedem Besuch im Blutspende-Zentrum eine Monatspackung Eisenkapseln mitgegeben. Da hatte ich dann schon beschlossen, es mit der kohlenhydratarmen Ernährung erstmal sein zu lassen. Ich tat, was die meisten Ärzte auch vorgeschlagen hätten: Gesund und ausgewogen ernähren. Ich habe dann darauf geachtet, von allem etwas in meinem Wochenplan mit einzubringen: Fleisch, Fisch, Gemüse (besonders auch Spinat), Obst, Säfte, Kartoffeln, Nudeln, Reis… das machte mich auf jeden Fall wieder sehr viel ausgeglichener, aber auch wieder runder. Und zu Weihnachten hin wurde daraus leider wieder ein: ich futtere einfach alles, was mir zwischen die Finger kommt. Was sich negativ auf der Waage verbuchte… aber darum geht es hier gerade nicht.

Jedenfalls brachte mir das aber gegen die Probleme nicht viel. Obwohl ich nun immer vor dem Spenden esse und trinke, mir Mühe gebe, dass mit ein, zwei Kaffee mein Blutdruck wenigsten wieder im unteren normalen Bereich ist… trotzdem kommt es noch manchmal zu Kreislaufproblemen. Ich könnte das spenden einfach lassen… hat auch mein Schatz vorgeschlagen. Aber ich mag es, das man kostenlos auf alles getestet und umsorgt wird, Tabletten einfach so bekommt und das spenden gibt mir auch ein gutes Gefühl. Außerdem werde ich ja beobachtet … besonders nachdem ich neulich sogar im sitzen weggetreten bin.

Seit einer Weile ist es nun aber eben so, dass ich sehr langsam aus dem Bett steige, denn morgens habe ich die Probleme am meisten. Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, das Gefühl, gleich umzukippen, verbunden mit leichten Sehstörungen und klingeln in den Ohren. Ich habe immer noch keine Ahnung woran genau es liegt: feststeht nun aber, dass es nicht an der Ernährungsumstellung lag. Egal ob ich Tagelang gar nichts esse, auf Kohlenhydrate verzichte oder viel und ausgewogen esse… die Probleme bleiben die gleichen. Nun habe ich mich aber etwas belesen und bin darauf gekommen, dass es am Flüssigkeitsmangel liegen könnte… denn genügend getrunken habe ich noch nie. Also versuche ich grad angestrengt, mich umzugewöhnen. Eine 1,5 l Flasche Wasser, eine 1 l Teekanne und Saft stehen nun täglich bereit… und ich tue mein bestes, um das zu schaffen. Auch wenn mir das doch recht schwer fällt. Da fällt mir ein… ich trink mal was. Und dann ab ins Bett.

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3 Antworten

  1. Rina

    Warst du schonmal beim Arzt und hast dein Gehirn mittels CT untersuchen lassen?
    Manchmal kann auch da was im Argen sein.
    Und den starken bis übermäßigen Alkoholgenuss würde ich auch erstmal bleiben lassen…
    Geh ins Krankenhaus und lass dich durchchecken!

    13. Februar 2014 um 13:56

  2. Seh ich auch so.
    Weniger Alkohol und vlt. auch mal das Rauchen einstellen… PS: Ich hatte irgendwann von Shisha starke Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeitsanfälle…
    Geh auf jeden Fall mal zum Arzt / ins Krankenhaus und lass dich durchchecken!!

    Gute Besserung :-*

    16. Februar 2014 um 03:01

  3. Ich schließe mich da meinen Vorrednerinnen an! Du solltest dich dringend mal so richtig durchchecken lasen! Und das mit dem Trinken ist auch ganz wichtig. Ich habe früher auch nicht mal annähernd einen Liter am Tag getrunken und trinke nun zwei. Da gewöhnt man sich dran, auch wenn es anfangs etwas Überwindung kostet und man sich zwingen muss.. ; )

    Wichtig ist auch: Essen! Und zwar „normal“. Nicht zu viel, nicht zu wenig…drei Mahlzeiten am Tag, auch wenn es nur kleine sind. Ich weiß, dass du auf dein Gewicht achten möchtest, aber ohne Mampf eben kein Kampf! : /

    Und das mit dem Blutdruck habe ich auch. Meiner liegt genau so im Keller, aber ich habe keine Probleme damit und mein Arzt meint, dann ist das okay…

    Von Alkohol solltest du für eine Weile eher auch mal die Finger lassen und sehen, dass du wieder zu Kräften kommst!

    Gute Besserung, liebe Lilith! : *

    16. Februar 2014 um 12:31

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