Schrecklicher Krankenhausaufenthalt! -.-

Wie einige ja wissen, war ich vom 20.01-26.01. im Krankenhaus.
Gott bin ich froh, da wieder raus zu sein. Das war ja dieses mal sooo schrecklich.
Von wegen Erholung und „Bettruhe“ …
Ich kam ja am 20igsten erst Nachts rein. Gegen 3 Uhr war ich drin, und die meinten ich muss auch drin bleiben, obwohl ich nicht wollte und die überhaupt keine Betten mehr frei hatten. Musste ich also warten, bis ein neues Bett aus der Reinigung kam. So bin ich dann letztendlich 6 Uhr ins Bett, und wurde 6.30 Uhr wieder geweckt.
Mal davon abgesehen, das ich die ersten Nächte im Krankenhaus sowieso nicht schlafen konnte, weil meine erste Zimmergefährtin wohl meinte, in einer Sauna ließe sich ganz besonders gut schlafen. Jedes mal, wenn ich auch nur versucht habe, das Fenster kurz aufzumachen, hat die das sofort wieder zugeknallt -.- Klar, warum nicht, man MUSS ja die Heizung TAG und NACHT voll aufgedreht haben. 38 Grad in einem Zimmer, das einem sogar ohne Decke der Schweiß am Körper herab rinnt, ist sicher gesund -.-
Und das obwohl man schon so im Krankenhaus wenig zum Schlafen kommt. Ich weiß ja nicht, was bei Ärzten Bettruhe bedeutet, aber bei mir ist folgender Tagesplan nicht sehr erholsam.

5.30 Uhr – LICHT AN – meine werte Bettnachbarin meint, sie müsste die frühen Morgenstunden zum duschen nutzen… klar -.- Ich schlafe gewöhnlich um die Zeit, aber bei „normalen“ Menschen ist das wohl anders.
*Chrissy macht das Licht aus und dreht sich wieder rum. Das Licht im Bad wird der wohl reichen -.-*
6.30 Uhr – LICHT AN – man wird geweckt, aus den Betten geschmissen und die Schwestern machen die Betten frisch. Völlig klar, früh bevor die Sonne aufgeht schon Betten zu machen, obwohl man sich danach sowieso wieder reinlegt
*Chrissy macht das Licht aus und versucht, weiter zu schlafen*
7.00 Uhr -LICHT AN – Visite der Ärzte. „Wie geht es ihnen, Frau Schmiedel“ – „Mal abgesehen davon, das man hier keinen Schlaf bekommt, das Essen schlecht ist, und ich ja auch nur hier bin, weil ich Schmerzen habe, geht es mir wunderbar. Ich könnte Luftsprünge machen, so gut geht es mir.“
*Chrissy macht das Licht aus und versucht, weiter zu schlafen*
7.30 Uhr -LICHT AN Frühstück. Sehr reichhaltiges Frühstück-Büffett all-you-can-eat. HAHA … super. Also essen wir, was wir kriegen, und gehen wieder ins Bett.
*Chrissy versucht garnichtmehr, das Licht aus zu machen, denn mittlerweile ist es hell draußen und sie kann eh nicht mehr schlafen.*
8.00 Uhr – die Schwestern kommen plaudernd hereingeplatzt, und holen die Tabletts vom Frühstück ab. Es hat mich brennen interessiert, was gestern in „Sturm der Liebe“ kam, danke.
8.30 Uhr – die Schwestern kommen erneut plaudernd rein, messen unsere Temperatur und den Puls. Ganz nebenbei fragen sie, ob wir den „Rote Rosen“ im Ersten gesehen haben, die Folge gestern war ja soo spannend. Nie davon gehört.
9.00 Uhr – Die Putze kommt… da wird gewischt und geschoben und geplaudert…
10.00 Uhr – Diverse Untersuchungen beim Gyn.
12.00 Uhr – Mittagessen… eine kalte Suppe, eine kleiner Portion IRGENDWAS und ein bisschen Rohkost.
12.30 Uhr – Tabletts werden wieder abgeholt
13.00 Uhr – Essensbestellung für den Nächsten Tag. Wer da nicht da ist, hat Pech, und bekommt, was übrig ist.
13.30 Uhr – die Zeitungstante platzt rein. Wenn ich ne Zeitung gewollt hätte, wäre ich unten in den Shop gegangen.
14.00 – 17.00 Uhr – Besuchszeit… wer da alles reinkommt ist manchmal skuriel.
18.00 Uhr – Reichhaltiges Abendessen.
18.30 Uhr – Tabletts werden wieder abgeholt
19.00 Uhr – 21.00 Uhr – diverse Anrufe von besorgten Bekannten und Verwandten
21.30 Uhr – meine Persönlich Duschzeit
22.00 Uhr – Betruhe. Heißt es. Wenn nur die Wände nicht so sau dünn wären, und die Ärzte und Schwestern nicht solche super adrenalinvollgepumpten Sprechorgane hätten.
24.00 Uhr – kehrt auf dem Flur endlich ein wenig Ruhe ein. Aber schlafen darf man ja eh nicht. Ich mein, welcher normale Mesch kann bei 38 Grad schlafen?? Ich nich.
Zu meiner Erleichterung kam nach den ersten Tagen eine neue Nachbarin ins Zimmer, und löste die andere ab. Diese mochte zwar wenigstens normale Temperaturen, doch sie war hochchristlich… oder katholisch… oder so.
Sie hat 3 mal am Tag gebetet, ihre Freunde aus dem Bibelkurs kamen vorbei und wünschten uns Gottes Segen, und natürlich kamen zu jeder erdenklichen Zeit, auch außerhalb der Besuchszeiten, Kinder der Dame vorbei.
6 Stück. Und sie lag mit ihrem 7bten im Krankenhaus, obwohl sie wohl nicht älter als maximal 33 war.
Jedem das seine. Wenn diese Kinder nur nicht so eine Lautstärke verursacht hätten…
Samuel, Johannes, Johanna, Maria und wie sie alle hießen. Ist ja schön, das sie durch ihren Glauben wohl nicht verhütet. Wer freut sich nicht über einen Stall schreiender Kinder jeden Alters?
Zumal es ja somit wohl Gottes Kinder sind. Aber sind wir nicht eigentlich alle Gotteskinder? Aber wenn eine Tochter Gottes Kinder Gottes bekommt, ist das dann nicht Inzenst?
Wie dem auch sei. Diese Erfahrung hat mich ja nur bereichert und mich in meinem Glauben bestärkt.
In meinem Glauben, mein Kind niemals zu taufen oder zu zwingen sich in die Kirche zu setzen.
Amen.
Eigentlich sollte ich noch bis zum 1.02. im Krankenhaus bleiben.
Aber am 26.01. hab ich aufgegeben. *Fähnchen schwenk*
Ich bin eine Chrissy, holt mich hier raus.
Und Gott sei Dank bin ich wieder da raus. Wieder daheim.
Auch wenn die Ärzte meinen, wenn was schief geht und „das“ im Eileiter ist und platzt, wäre ich schneller als der Krankenwagen bei mir wäre tot. Also wenn ihr in nächster Zeit nichts mehr von mir hört, hab ich wohl das zeitliche gesegnet. Aber ich bin guter Dinge… und hoffe, es wird alles gut.

Oder ich lande wenigstens nicht im Himmel, wo ich mir noch mehr Dinge über Gottes Segen anhören darf.

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